Kunsthalle Wien Preisträgerin 2003, Ausstellungseröffnung 16/12 2003
Nehmen Sie Platz und lassen Sie sich portraitieren!
Preis der Kunsthalle Wien unterstützt von DORDA, BRUGGER, JORDIS“ Rechtsanwälte
Der diesjährige Preis der Kunsthalle Wien wird Maria Pia Lattanzi (geb. 1973, Klasse Adolf Frohner) für die Präsentation ihrer Arbeit „Tapetentüren zu Menschenbildern“ zuerkannt. Der Portraitzyklus zeichnet sich durch Mehrschichtigkeit sowohl im Entstehungsprozess, als auch in der Darstellung des klassischen Sujets Portrait aus.
Die komplexen Bilder verschmelzen abstrakte und figurative Elemente. In verschiedenen Stufen, Techniken und Medien werden figurative Portraits abstrahiert und mit expressiven, ornamentalen Strukturen verschränkt. Die Annäherung an die Personen erfolgt durch fotografische, digitale und malerische Verfremdungs-, Übertragungs- und Auswahlprozesse. Ausgangspunkt für alle ist jedoch ein Sessel im Atelier der Künstlerin.
Kuratorin: Gabriele Mackert


In dieser Serie habe ich versucht das klassische Sujet Portrait in mehrschichtigen Prozessen und Darstellungen auf Personen aus meinem Umfeld anzupassen.
Dazu habe ich Freunde und Bekannte eingeladen sich in meinem Malsessel im Atelier portraitieren zu lassen. Dabei kombinierte ich in mehreren Arbeitsschritten figurative und abstrakte Elemente und reduzierte Details auf kontrastreiche, an Silhouetten erinnernde Zeichnungen. Expressive sowie ornamentale Strukturen verschmelzen bis Hintergrund und Person eins werden. Über die ornamentalen Strukturen sollen die einzelnen Charaktere subjektiv beschrieben werden. Ihre Individualität drückt sich anhand von Perspektive, Haltung und Gestik aus. Das Tapetenmuster steht für Verborgenes und der Ateliersessel ist einziges Verbindungsglied aller Bilder.










